PISA-Studie 2025
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat die Ergebnisse der internationalen Schulleistungsstudie PISA 2025 vorgestellt. Die Ergebnisse für Deutschland präsentierten SWK-Mitglied Prof. Dr. Samuel Greiff als Leiter des Zentrums für internationale Bildungsvergleichsstudien (ZIB) zusammen mit Karin Prien, Bundesministerin für Bildung, Familien, Senioren, Frauen und Jugend, und Anna Stolz, Präsidentin der Bildungsministerkonferenz und Bayerische Staatsministerin für Unterricht und Kultus. Die Befunde zeigen deutlich, dass Deutschland bei der Stärkung von Bildungsqualität und Chancengerechtigkeit vor immensen Herausforderungen steht.
Am 8. September 2026 wurden die Ergebnisse der neunten PISA-Erhebung vorgestellt. Deutschland erreicht in den Naturwissenschaften 486 Punkte, im Lesen 465 und in Mathematik 464 Punkte und liegt damit in allen drei Bereichen nur noch im OECD-Durchschnitt. Zugleich erreichen die Kompetenzwerte in Deutschland in allen drei Bereichen den niedrigsten Stand seit Beginn der PISA-Erhebungen.
Besonders deutlich zeigt sich der Handlungsbedarf bei den Basiskompetenzen: Rund ein Viertel der Jugendlichen verfügt in den Naturwissenschaften und jeweils etwa ein Drittel im Lesen und in Mathematik nicht über ausreichende Kompetenzen. Gleichzeitig haben sich die Leistungsunterschiede zwischen sozial benachteiligten und privilegierten Schülerinnen und Schülern weiter vergrößert. Die soziale Herkunft bleibt damit ein besonders starker Faktor für den Bildungserfolg in Deutschland.
SWK-Mitglied Prof. Dr. Samuel Greiff verantwortet den deutschen Teil der PISA-Studie als Leiter des Zentrums für internationale Bildungsvergleichsstudien (ZIB). Er betont die Bedeutung der Ergebnisse für die weitere Entwicklung des Bildungssystems. Als einen wichtigen Punkt nennt er im Interview mit Dr. Jan-Martin Wiarda den Bereich der datengestützten Steuerung: „Wir müssen die Entwicklung von Schule und Unterricht konsequent auf der Basis von Daten ausrichten. Entscheidungen sollten stärker auf verlässlichen Informationen und Evidenz beruhen und weniger aus dem Bauch heraus getroffen werden – egal, ob es um die Lehrkraft im Klassenzimmer, die einzelne Schule, Schulämter oder Ministerien geht.“
Greiff verweist zugleich darauf, dass Basiskompetenzen entscheidend für Alltag, Ausbildung, Beruf und gesellschaftliche Teilhabe sind. Um Bildungsungleichheiten nachhaltig zu verringern, müsse Förderung früher ansetzen und über die gesamte Bildungslaufbahn hinweg verlässlich fortgeführt werden.
Zur PISA-Studie 2025
Eine Zusammenfassung mit grafischen Darstellungen der wichtigsten Ergebnisse stellt das ZIB in seiner Reihe „PISA Kompakt“ zur Verfügung.
Die PISA-Studie 2025 in der Presse:
- Interview mit Prof. Dr. Samuel Greiff von Dr. Jan-Martin Wiarda
- Beitrag im Deutschen Schulportal
- Interview mit Prof. Dr. Olaf Köller in der Tagesschau
- Interview mit Prof. Dr. Olaf Köller bei rbb 24
- Beitrag im Deutschlandfunk